Saalfeld Titans - 1. FFC Saalfeld 3:1 (3:1)

10.11.2017 | Autor marcus



Rekordmäßige 350 Zuschauer fanden am vergangenen Samstag den Weg ins Stadion an den Saalewiesen, um sich das Verbandsliga-Derby der beiden Saalfelder Frauenmannschaften anzuschauen.

Nach anfänglichem Abtasten beider Mannschaften war es der 1. FFC, der die ersten Minuten deutlich mehr Druck ausüben konnte.Mit sehenswerten Kombinationen erarbeiteten sie sich gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen.

Aber die Titans hielten konzentriert dagegen und so nutze Marie Preller in der 15. Minute einen Konter, indem sie sich mit einem Solo gegen drei Abwehrspielerinnen durchsetzte und durch einen präzisen Schuss ins untere Eck den Führungstreffer erzielte.

Nachdem sich Katharina Hopf über außen auf den Weg Richtung Titans-Tor machte, konnte sie nur noch von Josephine Koch im Strafraum gestoppt werden.Zwar spielte diese zunächst den Ball, holte ihre Gegenspielerin aber recht energisch von den Beinen.Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und entschied auf Elfmeter, den Sophie Hopfe sicher verwandelte (22.).

Nun schienen beide Mannschaften wach zu sein.Die jungen Schwalenberg-Schützlinge ließen den Ball laufen, versuchten ihre konditionelle Überlegenheit auszunutzen und das Spiel in die Hand zu nehmen.Dies gelang auch über weite Strecken, jedoch ohne zwingende Torchancen.Bei den Titans hingegen sollte an diesem Spieltag alles gelingen.Durch ihre Erfahrung wirkten sie abgebrüht und wussten gegen die jugendliche Spritzigkeit anzukämpfen.

So konnte Jule Fuldner nach einer Preller-Flanke zum 2:1 abschließen und den alten Abstand wieder herstellen (38.).Ein erneuter Jubel ging durch Ränge und sorgte für mächtig Auftrieb.Die Titans erhöhten folglich den Druck und konnten nach einer schönen Kombination kurz vor der Halbzeitpause durch Heidi Lindner auf 3:1 erhöhen.

Niemand hätte wohl erwartet, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden war.Halbzeit zwei spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, wobei der FFC die größeren Spielanteile und mehr Angriffsmöglichkeiten hatte, jedoch von der starken Titans-Abwehr um Libera Franziska Hille oft ins Abseits gestellt oder der Ball abgelaufen wurde.Eine FFC-Großchance aus dem Gewühl heraus konnte Laura Chmelik vereiteln, indem sie den Ball reaktionsschnell an die Latte lenkte.

Wenig später hatte Marie Preller die vorzeitige Entscheidung auf dem Fuß, doch ihr Lattenknaller sollte ein wohl zu hohes Endergebnis verhindern.Die letzten Minuten waren geprägt von bissigen Zweikämpfen, jedoch ohne nennenswerte Tormöglichkeiten, sodass sich am Ende die Titans vor ihrer zahlreichen Anhängerschaft als erste Stadtderbysieger auf dem Rasen feiern durften.

Die Zuschauer sahen ein von Beginn an faires Spiel auf Augenhöhe, wobei die Gäste zwar mehr Spielanteile hatten, den Gastgebern aber die effektivere Chancenauswertung gelang.Es hat gezeigt, dass die Tabellenplatzierung nicht immer von Bedeutung ist und dass sich Mühe und Lohn über die Saison hinweg irgendwann ausgleichen, denkt man nur an die zahlreich ausgelassenen Torchancen der Titans bei den knappen Niederlagen gegen Sundhausen und Bad Salzungen.

Die Titans legten in Sachen Effektivität deutlich zu und sicherten sich so den Anschluss ans mittlere Tabellenfeld.Dem FFC fehlte, trotz guter Leistung auf dem Feld, vor dem Tor das Glück zum Abschluss.In jedem Fall führen sie weiterhin gemeinsam mit Erfurt die Tabelle nicht unverdient

Bericht: Lisa Schumann
Foto: Marie Preller
November 2017

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