Lebenspunkt des DRK kurz vor der Eröffnung

„Das sieht schon gut aus …“ „Hier muss noch etwas verändert werden …“

13.11.2017 | Autor marcus

Obwohl parallel die Bauabnahme läuft, nimmt sich der DRK-Vorstandsvorsitzende Franko Behrendt einige Minuten Zeit für ein Interview mit marcus® – aller Voraussicht nach sein letztes in Amt und Würden.Doch dazu später mehr.

Herr Behrendt, es hat etwas länger als geplant gedauert, aber nun steht das jüngste Großprojekt des Kreisverbandes vor dem nächsten Meilenstein …

Wir sind tatsächlich froh, dass wir es noch knapp vor der Eröffnung des Berliner Flughafens geschafft haben.(lacht) Aber Spaß beiseite.Eigentlich wollten wir den Lebenspunkt bereits im Sommer eröffnen, aber der Teufel steckt nun mal im Detail, sodass sich eine Verzögerung nicht vermeiden ließ.Umso glücklicher sind wir, dass es noch in diesem Jahr geklappt hat.

Vielleicht können Sie den marcus®-Lesern noch einmal ins Gedächtnis rufen, welches Ziel der DRK-Kreisverband mit dem Lebenspunkt verfolgt.

Wir wollten von Anfang an in unmittelbarer Nähe zur Saalfelder Innenstadt den Grundstein für ein Quartier schaffen, in dem alle Anwohner die wichtigsten Anlaufpunkte in fußläufiger Entfernung vorfinden.Dafür ist die Lage am Schießteich mit Geschäften, Apotheken, Ärzten in der Nähe ideal.Und wir vom DRK ergänzen dies mit einem
Angebots-Paket aus Tagespflege, Sozialstation, Pflegeberatung, Hausnotruf und zwei attraktiven Senioren-Wohngemeinschaften.Doch unsere Vision geht noch weiter.Am Lebenspunkt sollen künftig Jung und Alt gemeinsam wohnen, leben und arbeiten.

Wie möchten Sie dies umsetzen?

Im nächsten Schritt zieht unsere Verwaltung bis Ende April 2018 ins Nebengebäude.Zur gleichen Zeit werden dort auch sieben 2-4-Raum-Wohnungen für junge Familien fertiggestellt.Wir streben zudem an, auf dem Gelände einen neuen Kindergarten zu eröffnen.Im gleichen Atemzug würde dann der Rettungsdienst in die Kulmstraße umziehen.Wir haben berechnet, dass dies die Hilfsfrist um zwei Minuten verringern würde.Zwei Minuten, die entscheidend sein können im Kampf um Leben und Tod.

Inwiefern profitieren die weiteren DRK-Einrichtungen vom Umzug an den Schießteich?

Generell sind alle Einrichtungen dann durch die zentrale Lage noch besser erreichbar.Die Räumlichkeiten sind moderner und großzügiger.Für Workshops, Kurse, Schulungen aber auch Feiern kann unser riesiger Multifunktionsraum mit Kaltküche und Terrasse genutzt werden.
Auch die Bewohner und Mitarbeiter unseres Altenpflegezentrums
in der Hannostraße profitieren vom Umzug der Tagespflege, da sie nun endlich den vorhandenen großen Raum für Gemeinschaftsaktivitäten ganz allein nutzen können.

Nun sind die Räumlichkeiten das eine.Wie soll die Vision vom Lebenspunkt sprichwörtlich mit Leben gefüllt werden?

Das ist in der Tat die große Herausforderung.Personell haben wir dafür alle Weichen gestellt.Die Servicekräfte für die Senioren-Wohngemeinschaften sind bereits eingestellt, ein Hausmeister kümmert sich um das gesamte Gelände.Ein Quartiermanager wird für Leben auf dem Gelände sorgen.Wir planen dazu mit vier bis fünf Veranstaltungen im Jahr und natürlich zahlreichen Aktivitäten zwischendrin.

Zum Abschluss unseres Gespräches noch eine persönliche Frage, da die Gerüchteküche wie so häufig fleißig brodelt.Wie sieht die Zukunft des Franko Behrendt aus?

Nachdem ich bereits zahlreiche Angebote für unser Haus erhalten habe (lacht), möchte ich hier gern etwas Aufklärungsarbeit leisten.In der Tat werde ich mich in den nächsten Jahren komplett meinem Master-Studium zum Arbeits- und Organisationspsychologen widmen und mich im Anschluss in diesem Bereich selbstständig machen.Nadine Baum, die schon jahrelang im Vorstand des Kreisverbandes tätig ist, wird meine Nachfolge antreten.Der Übergang ist von langer Hand geplant und unser Verband ist sowohl finanziell als auch organisatorisch spitzenmäßig aufgestellt.Und nein: Unser Haus steht aktuell nicht zum Verkauf, ich werde rechtzeitig bekannt geben, wenn es zu verkaufen ist.

TF | marcus®

Tipp: Mehr dazu im nächsten marcus®.
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