Ein starkes Team für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge.

24.11.2017 | Autor marcus

Ein Fakt, der immer noch in weiten Teilen des Landes allzu unbekannt ist, aber immer wichtiger wird.Wer heute „normal“ verdient, wird später von seiner gesetzlichen Rente nicht leben können.Selbst der Staat hat inzwischen dieses Ungleichgewicht erkannt und verbessert ab 2018 die Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) deutlich.Wir haben mit Annett Zimmermann und Steffen Hoffmann zwei Spezialisten für betriebliche Altersvorsorge befragt, welche Verbesserungen für Arbeitnehmer konkret anstehen und welche Vorteile Arbeitgeber von der bAV haben.

Braucht heute wirklich jeder eine private Altersvorsorge?

Annett Zimmermann:
Diese Frage kann ich nur mit einem klaren Ja beantworten.Immer weniger Arbeitnehmer müssen heute für immer mehr Rentner aufkommen.Die gesetzliche Rentenversicherung wird künftig für einen Teil der Bevölkerung nur noch eine Grundsicherung darstellen können.Für jedes Stück Lebensqualität mehr bedarf es einer zusätzlichen privaten Vorsorge.

Nun steht die betriebliche Altersvorsorge in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch ein bisschen im Schatten von Riester & Co. Zu Recht?

Steffen Hoffmann:
Durchaus zu Unrecht, denn sie bietet überzeugende Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.Dadurch, dass Sie als Arbeitnehmer die Beiträge nicht aus Ihrem Netto-, sondern aus dem unversteuerten Bruttoeinkommen zahlen, sparen Sie, bezogen auf die Höhe der Beiträge, die Einkommenssteuer und den Arbeitnehmeranteil an den Sozialversicherungsabgaben.

Und wie sieht das in der Praxis aus?

Steffen Hoffmann:
Angenommen, Sie möchten 100 Euro im Monat in die bAV einzahlen.Dann fehlen Ihnen bei einem durchschnittlichen Einkommen nur rund 60 Euro auf dem Gehaltszettel, obwohl Sie tatsächlich 100 Euro fürs Alter zurücklegen.

Was hat der Arbeitgeber denn davon, seinen Mitarbeitern eine bAV anzubieten?

Annett Zimmermann:
Zunächst spart auch dieser seinen Anteil an den Sozialversicherungsabgaben.Aber der große Vorteil liegt in der Mitarbeiterbindung – in Zeiten eines akuten Fachkräftemangels ein Gut von Jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge.Ein Fakt, der immer noch in weiten Teilen des Landes allzu unbekannt ist, aber immer wichtiger wird.Wer heute „normal“ verdient, wird später von seiner gesetzlichen Rente nicht leben können.
Selbst der Staat hat inzwischen dieses Ungleichgewicht erkannt und verbessert ab 2018 die Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) deutlich.Wir haben mit Annett Zimmermann und Steffen Hoffmann zwei Spezialisten für betriebliche Altersvorsorge befragt, welche Verbesserungen für Arbeitnehmer konkret anstehen und welche Vorteile Arbeitgeber von der bAV haben.unschätzbarem Wert.Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, das 2018 in Kraft tritt, können Arbeitgeber noch mehr profitieren.Für alle sogenannten Geringverdiener mit einem Bruttogehalt von maximal 2.200 Euro monatlich gilt dann: Zahlt der Arbeitgeber eine zusätzliche Altersvorsorge, bekommt er diese zu 30 % über die Lohnsteuer gefördert.

Haben auch Arbeitnehmer weitere Vorteile vom Betriebsrentenstärkungsgesetz?

Steffen Hoffmann:
So mancher hat bis jetzt vor einer privaten Altersvorsorge zurückgeschreckt, weil er fürchtete, dass die private Altersvorsorge von der Grundsicherung abgezogen wird.Mit einem zusätzlichen Freibetrag von maximal 204,50 Euro lohnt sich ab 2018 auch für Geringverdiener eine betriebliche Altersvorsorge.Zudem werden zukünftig – für neue Verträge ab 2019, für bestehende Verträge ab 2022 – Arbeitgeberzuschüsse in Höhe von 15 % verpflichtend.

Annett Zimmermann:
Wobei man an dieser Stelle erwähnen darf, dass viele Arbeitgeber dies heute schon freiwillig leisten, um ihre Mitarbeiter zu belohnen und zu motivieren.Ab 2018 wird zudem der steuerfreie Förderrahmen von 4 % auf 8 % erhöht.Bis jetzt konnten maximal 254 Euro pro Monat steuerfrei eingezahlt werden.Dieser Betrag steigt dann auf über 500 Euro.Übrigens kann eine bAV auch wunderbar mit einer Riester-Rente kombiniert werden, bei der sich die Grundzulage ab 2018 von 154 Euro auf 175 Euro erhöht.
Steffen Hoffmann:
Sie sehen, die betriebliche Altersvorsorge ist ein durchaus komplexes Thema.Wir stehen daher sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern gern für eine ausführliche persönliche Beratung zur Verfügung.

TF | marcus®
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